Nach der Vertreibung aus Wolkersdorf

In den folgenden Jahren ermordeten die Nationalsozialisten über ein Drittel der jüdischen Wolkersdorfer und Wolkersdorferinnen.

In Wien lebten die Beraubten verarmt, oft in Massenquartieren. Sie litten unter zunehmend schärferen Diskriminierungen.

Mindestens 16 der jüdischen Wolkersdorfer und Wolkersdorferinnen wurden zwischen 1941 und 1944 in Vernichtungsstätten deportiert und dort ermordet.

Etwa 15 der verfolgten Wolkersdorfer und Wolkersdorferinnen konnten ins Ausland flüchten. Mindestens neun überlebten in Wien: Aufgrund eines nichtjüdischen Elternteils oder durch einen nichtjüdischen Ehepartner, die einen vorläufigen Schutz bedeuteten, entgingen sie den Deportationen.

Die Wenigsten kamen nach 1945 nach Wolkersdorf zurück. Die Rückerstattung des geraubten Vermögens an Überlebende oder deren Erben erfolgte anfangs noch recht zügig. Später wurden diese Prozesse seitens der Behörden mehr und mehr in die Länge gezogen. Viele der Rückstellungsverfahren endeten mit Vergleichen.

Wolkersdorf 1938